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WIR vom Kap | Ricarda Schwanz

„Vitt ist kein Ort. Vitt ist ein Gefühl." Es gibt Orte, die Menschen besuchen. Und es gibt Orte, in denen Menschen leben. Vitt gehört zu beiden Kategorien – aber nur für sehr wenige gehört er zur zweiten.

Ricarda Schwanz ist eine davon.

Das Fischerdorf Vitt zählt gerade einmal 13 Reetdachhäuser, liegt wie aus der Zeit gefallen in einer kleinen Bucht zwischen den Kliffs, autofreie Idylle, Denkmalschutz, Weltende. Hunderttausende Besucher laufen jedes Jahr den Hochuferweg entlang, um einen Blick auf dieses Dorf zu werfen – und halten inne. Weil Vitt das ist, was man sich vorstellt, wenn man von einem entschleunigten Leben am Meer träumt.

Ricarda lebt diesen Traum. Nicht als Kulisse. Als Alltag.

Wer im Sommer den Weg nach Vitt hinunterläuft, trifft früher oder später auf ihren Stand: Crêpes & Meer, direkt im Dorf, dort, wo der Weg endet und das Meer beginnt. Frischer Fisch aus der Region neben der Schlichtheit des Crêpes – ein Konzept, das auf den ersten Blick überrascht, auf den zweiten Blick aber vollkommen Sinn ergibt. So wie Vitt selbst: unerwartet, unverwechselbar, unvergesslich.

Aber Ricarda ist weit mehr als eine Gastgeberin.

Rund um das Fischerdorf, auf den Wiesen zwischen Steilküste und Dorfrand, laufen ihre Walliser Schwarznasenschafe. Wer diese Tiere noch nicht kennt: Man muss sie einmal gesehen haben. Zotteliges weißes Fell, markant schwarze Gesichter, neugierige Blicke – sie sind längst zu einem lebenden Wahrzeichen der Umgebung geworden. Touristen bleiben stehen, zücken das Handy, lächeln. Kinder wollen nicht mehr weiter. Und wer einmal ein Schwarznasenschaf aus nächster Nähe betrachtet hat, trägt dieses Bild nach Hause – zusammen mit dem Blick auf die Ostsee, dem Geruch von Seeluft und dem Gefühl, an einem der schönsten Flecken Deutschlands gewesen zu sein.

Diese Schafe sind kein Zufall. Sie sind Ricardas Entscheidung – eine Entscheidung, die das Bild dieses Ortes bereichert, ohne ihm etwas wegzunehmen.

Als Mitglied im Tourismusausschuss von Putgarten denkt Ricarda Schwanz gleichzeitig über den Tellerrand ihres Ortes hinaus. Sie weiß, wie fragil dieser Ort ist. Wie schwierig das Gleichgewicht ist zwischen lebendigem Tourismus und dem Erhalt von etwas Echtem, Ursprünglichem. Sie erlebt täglich selbst, was es bedeutet, wenn tausende Besucher durch einen Ort ziehen, der für ein paar Dutzend Menschen Heimat ist. Und genau deshalb ist ihre Stimme im Ausschuss wichtig: Sie spricht nicht über Tourismus. Sie lebt ihn – von morgens bis abends, von Saisonstart bis Saisonende.

Auf die Frage, was sie morgens zuerst tut, lacht sie kurz. Dann sagt sie: „Ich guck aufs Meer." Nicht als Ritual. Nicht als Routine. Sondern weil es sich jeden Tag neu anfühlt.

WIR vom Kap – Die Menschen hinter dem Flächendenkmal

Das Kap Arkona auf Rügen zieht jährlich rund 800.000 Besucher an. Die Leuchttürme, die Bunkeranlage, das Fischerdorf Vitt, der Peilturm – all das begeistert, beeindruckt, bleibt im Gedächtnis. Doch wer steckt eigentlich dahinter?

In den Beiträgen „WIR vom Kap" stellen wir die Menschen vor, ohne die das Flächendenkmal Kap Arkona nicht das wäre, was es ist. Die Gesichter hinter den Kulissen – Menschen, die täglich dafür sorgen, dass ein Besuch am Kap zu einem unvergesslichen Erlebnis wird.

Die Kap Arkona Card ist Ihr neuer, treuer Begleiter an einem der sonnenreichsten Orte Deutschlands.

Die App für Android und iOS ermöglicht Ihnen freien Eintritt in den Leuchtturm*, den Peilturm und das Bunker-Museum**. Zudem freuen sich lokale Partner mit persönlichen Rabatten auf Ihren Besuch.

Sie erhalten die Kap Arkona Card vor Ort in der Tourist-Information***, sowie bei vielen Ferienwohnungen und Unterkünften, aber auch schnell und unkompliziert online.

* geöffnet April bis Oktober
** Zugang über Drehsperre 10-15 Uhr
*** saisonale Öffnungszeiten | Info 038391-13037

kac_phone_1 WIR vom Kap | Ricarda Schwanz - Kap Arkona